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Magnesium Verla® N Dragées/ -N Konzentrat/ -Brausetabletten/ -Kautabletten

Wirkstoffe: -N Dragées: Magnesiumcitrat, Magnesiumbis(hydrogen-L-glutamat); -N Konzentrat, -Brausetabletten: Magnesiumbis(hydrogenaspartat); -Kautabletten: Magnesiumbis(hydrogen-DL-aspartat). Anwendungsgebiete: Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion/Infusion bedürfen. Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist. Hinweise: -N Dragées: enth. Sucrose (Zucker) u. Glucose (entspr. ca. 0,01 BE); -N Konzentrat: enth. Sucrose (Zucker) (entspr. ca. 0,25 BE) u. Lactose (im Aroma); -Kautabletten: enth. Sorbitol; -Brausetabletten: enth. Sorbitol und Natriumverbindungen.  

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Stand: Januar 2015

 

Magnesiocard®  2,5 mmol /-5 mmol /-7,5 mmol /-forte 10 mmol /-forte 10 mmol Orange /-retard 15 mmol

Wirkstoff: Magnesiumaspartat-hydrochlorid. Anwendungsgebiete: Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion/Infusion bedürfen. Nachge­wie­sener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskel­tätig­keit (neuromuskuläre Störungen, Waden­krämpfe) ist. Hinweise: -5 mmol: enthält Sucrose (Zucker) (entspr. ca. 0,26 BE); -7,5 mmol: enthält Aspartam, Natrium- und Kaliumverbindungen; -forte 10 mmol Orange: enthält Sorbitol.  

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.  

Stand: Januar 2015

Home » Im Fokus » Fibromyalgie

Im Fokus: Fibromyalgie

Diese Rubrik „Im Fokus“ richtet das Augenmerk auf Patienten und Menschen mitten im Leben, die ganz besonders auf ihren Magnesiumhaushalt achten sollten.

Faser-Muskel-Schmerzen – oft im Zusammenhang mit Magnesiummangel

Fibromyalgie oder Faser-Muskel-Schmerz ist eine chronische Schmerzerkrankung, die man den rheumatischen Erkrankungen zuordnet. Merkmale sind wechselnde und ausgedehnte Schmerzen in mehreren Körperregionen, hauptsächlich in den Muskeln. Die Muskeln fühlen sich zudem oft steif an, zittern, verkrampfen, sind schwach oder ermüden schnell. Nicht nur Schmerzen allein plagen die Fibromyalgie-Patienten. Die Liste möglicher Begleitbeschwerden ist lang. Angefangen bei Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafproblemen und zu oberflächlichem Schlaf ohne ausreichende Tiefschlafphasen, über chronische Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Nervosität, depressive Verstimmungen sowie erhöhte Stressempfindlichkeit reicht das Spektrum der Krankheit bis hin zu Magen-Darm-Störungen, Herz-Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und Migräne sowie Kribbeln und Unruhe in den Beinen. Ärzte müssen also regelrecht Detektivarbeit leisten, um die diffusen Symptome richtig zu deuten und mittels Druckpunkt-Schmerzuntersuchung einen Anhaltspunkt zu finden. 

Die genauen Ursachen und die Entstehung der Fibromyalgie sind noch nicht geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln gestört ist. Die Nerven sind praktisch übererregt, so dass schon geringfügige Reize, wie leichter Druck oder auch nur Bewegung, fälschlicherweise als Schmerzen empfunden werden.

Allein in Deutschland sind etwa 1,6 bis 4 Millionen Menschen betroffen. Orientiert man sich nur am Hauptsymptom, den chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen, können sogar noch mehr Menschen betroffen sein. Zu etwa 85 bis 95 Prozent sind Frauen die Leidtragenden dieser Krankheit.

Die Anzeichen eines Magnesiummangels haben eine frappierende Ähnlichkeit mit den neuromuskulären Störungen einer Fibromyalgie. So kann ein Magnesiummangel zu Muskelschwäche, -schmerzen, -verspannungen und -krämpfen oder schneller Erschöpfung führen. Auch Beschwerden wie Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen und Stressempfindlichkeit können Folge eines Magnesiummangels sein.

Man nimmt an, dass viele der Fibromyalgie-Symptome auf einen Energiemangel zurückzuführen sind. So kann ein Energiemangel der Muskelzellen nicht nur eine vorzeitige Ermüdung und Schwäche verursachen, sondern auch eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit nach sich ziehen. Magnesium ist elementar für alle energieabhängigen Prozesse im Körper: Die Energiebereitstellung im Körper funktioniert nur in Gegenwart von Magnesium. Zudem erhöht ein Magnesiummangel die Schmerzempfindlichkeit des Körpers. So können also viele der Fibromyalgie-Symptome auch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sein oder durch Magnesiummangel noch verstärkt werden. Eine Studie zeigte, dass eine Magnesiumgabe (Magnesiumcitrat) den schlechten Magnesiumstatus der Patienten ausgleicht und dadurch die Fibromyalgie-Beschwerden lindert.1  In Kombination mit den Standardmaßnahmen verbessert der Ausgleich eines Magnesiummangels somit die Behandlungsmöglichkeiten bei Fibromyalgie.

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1) Bagis S et al. Is magnesium citrate treatment effective of pain, clinical parameters and functional status in patients with fibromyalgia? Rheumatol Int. 2013;167-172.