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Magnesium für Hunde

Muskel-Kraftstoff und Nervennahrung

Etwa zehn Millionen Hunde leben in Deutschland.1 Als bester Freund des Menschen begleitet uns der Hund durch den Alltag und beweist in Trend-Sportarten wie Agility, Dogdancing und Mantrailing seine Fähigkeiten. Im Polizei- oder Rettungsdienst ist er als unverzichtbarer Helfer im Einsatz und übernimmt wichtige Aufgaben. 

Doch diese Tätigkeiten stellen sowohl Nerven als auch Kräfte der Vierbeiner auf eine harte Probe. Um die Herausforderungen zu meistern, ist eine ausreichende Zufuhr an Nährstoffen – allen voran Magnesium – wichtig.

Nichts läuft ohne das Multitalent

Magnesium ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde lebenswichtig. Dank des Powerminerals gewinnen die Zellen Energie aus der Nahrung und stellen sie dem Körper als „Kraftstoff“ zur Verfügung. Außerdem regelt Magnesium die Funktion von Nerven und Muskeln – einschließlich des Herzmuskels. Für Aufbau und Stabilität der Knochen sowie den Wasser- und Elektrolythaushalt spielt Magnesium ebenfalls eine entscheidende Rolle. Kurz: Das Multitalent sorgt dafür, dass Hunde laufen und springen können sowie kraftraubenden und stressigen Situationen gewachsen sind. Auch das Lernvermögen und die Auffassungsgabe können bei einer Unterversorgung an Magnesium verringert sein.

Magnesiummangel beeinträchtigt Nerven und Muskeln

Der Organismus des Hundes kann Magnesium nicht selbst herstellen. Deshalb müssen die benötigten 10 bis 12 mg pro Kilogramm Körpergewicht täglich mit dem Futter aufgenommen werden. Trotz der enormen Bedeutung des Mineralstoffs für Vitalität und Wohlbefinden der Vierbeiner lässt die Versorgung jedoch gelegentlich zu wünschen übrig – ein Umstand, der für eine Reihe von Verhaltensauffälligkeiten und gesundheitlichen Problemen mitverantwortlich sein kann. Fehlt Hunden Magnesium, werden besonders die Nerven und Muskeln in Mitleidenschaft gezogen. Mögliche Folgen: Die betroffenen Tiere reagieren zusehends ängstlich und nervös, erholen sich langsamer von Anstrengungen, neigen zu Verspannungen oder sind weniger leistungsfähig und motiviert.

Viele Hunde haben einen erhöhten Bedarf

Ein Mangel an Magnesium kann zahlreiche Gründe haben. So bereiten beispielsweise viele Hundehalter die Mahlzeiten für ihre Lieblinge selbst zu oder steigen auf biologisch artgerechte Rohfütterung (Barf) um, statt fertige Nass- und Trockenfutter zu verwenden. Wird dabei zu wenig auf magnesiumreiche Nahrungsmittel geachtet, sind Versorgungslücken vorprogrammiert. Bei Verdauungsstörungen sowie Durchfallerkrankungen und Erbrechen geht wertvolles Magnesium verloren. Zudem erhöhen Faktoren wie Wachstum, hohes Alter, Trächtigkeit sowie das Säugen von Welpen den Magnesiumbedarf, so dass er bei gleichbleibender Ernährung nicht immer gedeckt ist. Aber auch körperliche Belastungen können einem Magnesiummangel Vorschub leisten.

Stress und Anstrengungen zehren an den Magnesiumreserven

Tatsächlich stresst unsere moderne Zivilisation manche Hunde tierisch. Ständig sind sie äußeren Reizen wie Geräuschen und Gerüchen ausgesetzt, begegnen unbekannten Artgenossen oder sollen sich in wechselnden Situationen zurechtfinden. Beim Hundesport oder -training kommen Aufregung und Anstrengung zusammen. Beides zehrt an den Magnesiumreserven. Daraus kann sich ein Teufelskreis entwickeln: Die Hunde verlieren vermehrt Magnesium, was die Entwicklung von Magnesiummangelzuständen fördert. Magnesiummangel wiederum erhöht die Stressempfindlichkeit und beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit.

Angsthasen, Nervenbündeln und Sportskanonen hilft eine Extra-Portion Magnesium

Fest steht: Gerade bei nervösen und unsicheren sowie aktiven Hunden sollten die Halter auf eine ausreichende Magnesiumversorgung ihrer Schützlinge achten. Wie eine Studie ergeben hat, kann eine Extra-Portion des Mineralstoffs bereits nach wenigen Tagen die körperliche und psychische Belastbarkeit sowie die Ausdauer von Sporthunden verbessern.2

Einer anderen Untersuchung zufolge kann zusätzliches Magnesium auch bei muskulären Verspannungen und damit einhergehenden Lahmheiten oder Rückenproblemen hilfreich sein. Stressbedingte Verhaltensauffälligkeiten wie Nervosität, Ängstlichkeit und Geräuschempfindlichkeit lassen sich ebenfalls günstig beeinflussen.3

Der Einsatz magnesiumhaltiger Ergänzungsfuttermittel empfiehlt sich daher für alle engagierten Hundehalter, die ihren Angsthasen und Nervenbündeln etwas Gutes tun oder ihren Sportskanonen auf die Sprünge helfen möchten.


Literatur

  1. https://www.zzf.de/marktdaten/heimtiere-in-deutschland (abgerufen am 08.09.2025)
  2. Neff U et al. Magnesiumaspartat-hydrochlorid + L-Carnitin verbessert die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit bei Hunden – Eine prospektive, offene Ernährungsstudie. kleintier.konkret. 2011; 6: 36.
  3. Neff U et al. Magnesium bei Hunden mit muskulären Problemen und Verhaltensauffälligkeiten – eine prospektive, offene Ernährungsstudie. KleintierMedizin/Ernährung Spezial. 2012; 1: 1416.