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Wie entsteht ein Magnesiummangel?

Der Magnesiumhaushalt wird durch viele Faktoren beeinflusst. Dementsprechend können viele Umstände zu einem Magnesiummangel führen.1–4

Ein Magnesiummangel kann entstehen, wenn…

► …wir nicht genügend Magnesium über die Nahrung zuführen, z. B. bei einseitiger Ernährung, insbesondere bei einem zu geringen Anteil an naturbelassenen Nahrungsmitteln, oder Reduktionsdiäten. Ungünstig ist auch eine fett- oder phosphatreiche Ernährung, da Fette und Phosphate die Resorption (Aufnahme) von Magnesium behindern. Phosphate sind in größeren Mengen z. B. in Limonaden, Softdrinks oder Wurstwaren enthalten.

► …wir stoffwechselbedingt einen erhöhten Magnesiumbedarf haben, z. B. in der Schwangerschaft und Stillzeit, in Wachstumsphasen und bei Muskelaufbau. Bei Sport oder schwerer körperlicher Arbeit kommen Magnesiumverluste über den Schweiß hinzu.

► …unser Körper größere Mengen an Magnesium über den Urin verliert, z. B. bei:

  • Krankheiten wie Diabetes mellitus, Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), bestimmten Nierenerkrankungen oder erblich bedingten Magnesiumverlusterkrankungen
  • Einnahme von Arzneimitteln wie Diuretika (Entwässerungsmittel), bestimmten Onkologika (Mittel gegen Krebserkrankungen), Immunsuppressiva (Arzneistoffe zur Unterdrückung des Immunsystems)
  • chronischer Stressbelastung
  • hohem Alkoholkonsum

► …die Aufnahme von Magnesium vom Darm in den Blutkreislauf beeinträchtigt bzw. vermindert ist, z. B. bei:

  • Darmerkrankungen (Durchfall, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie), Kurzdarmsyndrom oder Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse))
  • Einnahme von Protonenpumpenhemmern (Magenschutzmittel) oder Laxantien (Abführmittel)
  • höherem Lebensalter

Literatur

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 2. Auflage, 8. aktualisierte Ausgabe. Bonn, 2024

  2. Workinger JL et al. Challenges in the Diagnosis of Magnesium Status. Nutrients 2018; 10: 1202

  3. Gröber U et al. Magnesium in prevention and therapy. Nutrients 2015; 7: 81998226

  4. de Baaij JH et al.Magnesium in man: Implications for health and disease. Physiol Rev 2015; 95: 1–46

  5. Micke O et al. Magnesium: Bedeutung für die hausärztliche Praxis – Positionspapier der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e.V. Dtsch Med Wochenschr 2020; 145: 16281634