Wenn die Magnesiumzufuhr nicht reicht
Wenn wir gesund sind und uns ausgewogen ernähren mit einem hohen Anteil an naturbelassenen Lebensmitteln, sollte die Magnesiumzufuhr über die Nahrung eigentlich ausreichen. Doch es gibt eine Reihe von Lebenssituationen, in denen uns eine magnesiumreiche Ernährung möglicherweise nicht genügt und ein Magnesiummangel entstehen kann:1–3
- Anhaltender Stress
- Sport bzw. körperliche Anstrengung
- Hohe Schweißverluste
- Einseitige Ernährung (z. B. Diät)
- Regelmäßiger Alkoholkonsum
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Erkrankungen, wie
- Diabetes mellitus
- Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie, chronischer Durchfall)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Bestimmte Nierenerkrankungen
- Einnahme von Arzneimitteln, wie
- Protonenpumpenhemmer (Mittel gegen Sodbrennen)
- Diuretika (Wassertabletten)
- Abführmittel
- Bestimmte Arzneimittel bei Tumorerkrankungen
- Immunsuppressiva
Studien zeigen, dass viele Menschen weniger Magnesium zu sich nehmen als empfohlen wird. In der Nationalen Verzehrsstudie II wurde festgestellt, dass 29 % der Frauen und 26 % der Männer die Zufuhrempfehlungen nicht erreichen. In der Altersgruppe der 14–18-jährigen Mädchen war der Anteil mit 56 % besonders hoch.4
In einer weiteren großen Studie in Deutschland wurde der Magnesiumgehalt im Blutserum bestimmt. Hier zeigte sich, dass bei 14,5 % aller Personen ein deutlicher Magnesiummangel vorlag; bei 33,7 % wurden Magnesiumspiegel gefunden, die für eine nicht optimale Versorgungslage sprechen.5 Ähnlich schlechte Zufuhrwerte und Versorgungszustände mit Magnesium wurden auch in anderen westlichen Ländern registriert.6–8
In den USA etwa liegt die Magnesiumzufuhr sogar bei der Hälfte der Bevölkerung unter den Empfehlungen.9 In speziellen Risikogruppen wird ein Magnesiummangel zum Teil noch deutlich häufiger festgestellt, z. B. bei Sportlern10, Schwangeren11, Diabetikern12, Alkoholikern13 und älteren Menschen14. Treten Magnesiummangelsymptome auf, ist es ratsam, ein hochwertiges Magnesiumprodukt aus der Apotheke einzunehmen, damit das Defizit ausgeglichen werden kann. Denn eine zuverlässige Behandlung eines Magnesiummangels lässt sich allein mit einer Ernährungsumstellung auf magnesiumreiche Lebensmittel kaum erreichen.
Literatur
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